Ein Artikel über das Thuner Nachtleben, in welchem auch wir als Kollektiv vorkommen.
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Squat Kino Rex
Am Osternwochenende haben wir, das Kollektiv A-Perron, das Kino Rex am Guisanplatz besetzt.
Die Besetzung eröffneten wir mit einer Goa-Party, an welcher ca. 252 Personen bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feierten und tanzten.
Nach der langen Nacht verwöhnten wir die Anwesenden mit einem ausgiebigen Brunch als Stärkung für den Tag. Der Nachmittag stand für kreative Aktivitäten offen; Zahlreiche Personen nutzten diese seltene Gelegenheit um ihren künstlerischen Ideen freien Lauf zu lassen. Im und ums Haus entstanden vielzählige Kunstwerke, Parolen, Zeichnereien, Kritzeleien, Gedanken usw., welche die faden Wände vielfältig und ideenreich gestalten.
Für das leibliche Wohl war auch am Abend gesorgt – unser Gastroteam beglückte die Hungrigen durch eine vegane Mahlzeit. Anschliessend rockten drei hochkarätige und energiegeladene Punk&Ska-Punk Bands den ehemaligen Kinosaal. Die Energie der Bands und die aussergewöhnliche Atmosphäre animierte das Publikum zu Tanz und Bewegung – die Stimmung kochte.
Am Sonntag stand das gemütliche Erholen vom vollgepackten Programm im Vordergrund. Erneut konnten sich die Anwesenden an einem Brunch und einer VoKü (Volksküche) verköstigen
und am Abend erwiesen wir dem Kino Rex die letzte Ehre mit einer Filmvorführung. Anschliessend verliessen wir reumütig unser temporäres Zuhause.
Das gesamte Wochenende durch konntensich die Menschen mit allerlei Getränken und kleineren Snacks bedienen, welche zu einem freien Preis angeboten wurden.
Insgesamt verlief das Programm ohne grössere Zwischenfälle. Einzig zu erwähnen sind zwei Vorfälle: In der späteren Freitagnacht verletzte eine Gruppe junger Männer die Grundsätze des Hauses. Trotz mehrmaligem Hinweisen auf diese, verstiessen sie erneut dagegen. Diese Situation konnte durch die vorhandene Sicherheitsstruktur bewältigt werden – worauf sie das Haus verlassen mussten. Jedoch tauchten dieselben Personen am Samstag und Sonntag erneut auf und provozierten und bedrohten die Anwesenden. Durch das besonnene und koordinierte Auftreten unsererseits konnten diese Situationen ohne Probleme gelöst werden.
Einen grösseren Kritikpunkt haben wir am anfänglichen Auftreten der Polizei am Freitagabend, welches übertrieben und z.T. rechtlich in einem Graubereich (z.B. Androhung von Anzeigen für Straftaten, die nicht existieren) war. Nach längeren Verhandlungen entspannte sich die Situation und so konnten die geplanten Aktivitäten in Angriff genommen werden.
Das neu geschmückte und verzierte Gebäude ist unser (kurzfristiges) Ostergeschenk an die Stadt und die Bevölkerung von Thun – denn wir bevorzugen bunte Häuser und Strassen, statt farbige Eier zu Ostern. Wir werden weiter dafür kämpfen, eine solche Oase, in der Wüste des grauen Alltags, des masslosen Konsums, der zunehmenden Beherrschung des öffentlichen Raumes durch wirtschaftliche Interessen und Kontrolle durch die Autoritäten, zu schaffen. Wir wollen ein Haus, in dem wir unsere Träume und Bedürfnisse frei ausleben können. Wir wollen Kultur statt Hollywood – Freiraum statt Überwachung – aktive ThunerInnen statt tote Thuner Innenstadt – wir wollen leben statt existieren.
In diesem Sinne werden wir weiter aktiv sein und sie werden von uns hören.
Freundliche Grüsse
Ihr A-Perron
P.S. Leider konnte niemand den A-Perron-Osterwettbewerb gewinnen – wir suchen weiterhin nach unserem Nest – deshalb wird der Wettbewerb weiter geführt und wir nehmen weiterhin Vorschläge für unser zukünftiges Nest entgegen.
Besetzung des ehemaligen Kino Rex
| Es ist wieder einmal so weit – nach längerer Einöde haben wir, das Kollektiv A-Perron, das ehemalige Kino Rex (am Guisanplatz in Thun) besetzt. Ganz im Zeichen des Auferstehungsmythos von Ostern, hauchen wir dem tot geglaubten Gebäude neues Leben ein. | |||
| Diesen Freitagabend überwinden wir das spärliche Ausgangsangebot und tanzen mit diversen Elektro-DJ’s durch die Nacht. Am nächsten Morgen verwöhnen wir die hungrigen und interessierten Menschen mit einem vielfältigen Brunch (ab 11Uhr). Der Nachmittag ist für diverse kreative Aktionen frei (bringt Ideen&Material mit). Ab 19Uhr, als Stärkung für die Nacht, findet eine Volksküche statt. Ab 22Uhr erwarten die Freundinnen und Freunde des Punk&Ska-Punks drei ausgewählte Bands zum provilaktischen Kalorienverbrennungsakt des nahenden Osterhasen-Überkonsums. Wer nach diesen zwei hochkarätigen Nächten noch nicht genug hat erwartet am Sonntag wieder ein Brunch (ab 11Uhr), das altbekannte, traditionelle A-Perron-Tischtennis Turnier (14Uhr), die Volksküche um 19Uhr und zum Abschluss beglücken wir das altehrwürdige Kino mit einer allerletzten Filmvorführung.
Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und das gemeinsame Beleben der tristen Friedhofsstimmung in Thun. Solidarische Grüsse an alle Freiraumbewegungen – überall! Ps: Während dem ganzen Wochenende läuft der A-Perron Osterwettbewerb. Preisfrage: Wer findet uns ein Nest??? |
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Für ein cooles Thun musst du was tun!
Diese zwei Schneegestalten mit eingefrorenen, kreativen Ideen, müssen hier leider auf der verschneiten Strasse stehen und auf wärmere, buntere Zeiten warten, da es keinen Ort gibt um aufzutauen und einfach so dahin zu schmelzen. Einen Ort um sich nach eigenen Wünschen, Ideen und Träumen zu entfalten…
Wir sind enttäuscht von der Kurzsichtigkeit der meisten PolitikerInnen. Denn eine Gesellschaft mit Zukunft baut auf zukünftige Generationen, da dies die Thuner Stadtregierung aber verschläft, wollen wir der Stadt neues Leben einhauchen. Denn das kulturelle Klima in Thun ist leider immer noch vielmehr kühl als cool. Um diesem Kälteschock entgegen zu wirken, wollen wir der Stadt mit einem selbstverwalteten Kulturzentrum -weg von Konsumzwang und Profitorientierung- Wärme und Leben bringen, um die Herzen schmelzen zu lassen!!
Junge und junggebliebene Menschen brauchen Kultur, wie alle anderen auch, doch wollen wir sie nicht nur konsumieren sondern auch schaffen.
Kühles Kulturklima in Thun ist mit A-Perron Schnee von gestern!!!
Kontakt: aperron@immerda.ch
Auch im neuen Jahr…
Sauvage
In der Samstagnacht organisierten wir eine Sauvage in einem leerstehenden Gebäude im Selve Areal in Thun.
Mit Glühwein, Tischtennisturnier und abwechslungsreicher Musik feierten rund 70 Personen bis in die frühen Morgenstunden ein friedliches Fest.
Mit dieser Aktion richten wir den Zeigefinger auf die mangelnde alternative Kultur und Ausgehmöglichkeiten in Thun. Die rundum positive Resonanz bestätigt uns einmal mehr, dass das Bedürfnis nach alternativen Freiräumen besteht. Deshalb kämpfen wir weiterhin für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum – einer farbigen Insel – im grauen Thunertrott.
Aufraffen – Freiräume schaffen
Kollektiv A-Perron
Auch wilde Vögel brauchen ein Zuhause
Heute hat das Kollektiv A-Perron in der ganzen Innenstadt farbig angemalte Vogelhäuser aufgehängt. Da die Stadt Thun die meisten ihrer Liegenschaften verkauft hat, schenkt ihr das Kollektiv A-Perron 20 leerstehende Häuser. Diese Vogelhäuser stehen symbolisch für unser fehlendes Haus, in welchem wir unsere Träume und Ideen verwirklichen wollen. Denn auch wilde Vögel brauchen ein Zuhause. ☺
Diese Aktion reiht sich in verschiedene kreative Aktionen des Kollektiv A-Perrons ein (Hausbesetzung, Spontandemonstration, Wohnzimmeraktion und Apéro an der Kulturpreisverleihung) und soll aufzeigen, dass es in Thun an alternativen Freiräumen für junge und jung gebliebene Menschen mangelt. Das Kollektiv A-Perron fordert ein alternatives, selbstverwaltetes Kulturzentrum in Thun.
Kultur in die eigenen Hände nehmen – Aufraffen, Freiräume schaffen.
Für eine vielfältige, kulturelle und farbige Stadt!
Medien
Thunertagblatt und Bernerzeitung am 22.11.2011
http://tt.bernerzeitung.ch/region/Aktivisten-haengen–Haeuser-auf/story/26726168
A-Perron lädt zum Apéro
Erneute Aktion des Kollektivs A-Perron.
Wir nutzten heute die Plattform der Kulturpreisverleihung der Stadt Thun und stellten nach der Veranstaltung ein Apéro, mit selbst gemachtem Gebäck und Sekt. Dazu verteilten wir Flyer und sprachen mit den anwesenden Personen um sie persönlich auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen. Die Aktion erhielt ein sehr grosses positives Echo. Die Leute haben sich über unser Apéro sehr gefreut und ermunterten uns weiterhin für unsere Anliegen zu kämpfen. Das breite Verständnis für die fehlenden Freiräume in Thun und die zahlreichen spannenden Gespräche zeigen, dass wir in die richtige Richtung gehen.
Bevor wir unsere Aktion beginnen konnten, mussten wir uns leider einer Personenkontrolle der Polizei unterziehen. Die Kontrolle war willkürlich, da von uns weder illegales Verhalten, noch Gefahr ausging. Auch bei den BesucherInnen der Kulturverleihung stiess die zu grosse Präsenz der Polizei auf Verständnislosigkeit. Die Polizei verzog sich erst, als sogar Frau Haller bei unserem Apéro halt machte und mit uns ein Glas Sekt getrunken hat.
Diese Aktion reiht sich in verschiedene kreative Aktionen des Kollektiv A-Perrons ein (Hausbesetzung, Spontandemonstration, Wohnzimmeraktion) und soll aufzeigen, dass es in Thun an alternativen Freiräumen für junge und jung gebliebene Menschen mangelt. Das Kollektiv A-Perron fordert ein alternatives, selbstverwaltetes Kulturzentrum in Thun.
Kultur in die eigenen Hände nehmen – Aufraffen, Freiräume schaffen.
Für eine vielfältige, kulturelle und farbige Stadt.
Mit freundlichen Grüssen
Kollektiv A-Perron
Wohnzimmeraktion
| Am Samstag 8. November versammelten sich um die 35 Personen auf dem Waisenhausplatz zu einer Wohnzimmeraktion, welche symbolisch für unser fehlendes Haus steht, indem wir unsere Träume und Ideen verwirklichen können. Dazu stellten wir verschiedene Möbelstücke (Tische, Sofas, Lampen und Teppiche) auf. Nebenbei schenkten wir Kaffee und Tee mit Kuchen aus. Mit Flyers informierten wir die Leute über unsere Anliegen. Viele Passanten fühlten sich davon angesprochen und es kamen zahlreiche interessante Gespräche zustande. Wir erhielten viele positive Feedbacks und spürten grosse Sympathien. Diese Aktion schliesst sich an die Hausbesetzung auf dem ehemaligen Emmi-Areal und an die darauf folgende Spontandemonstration (mit ca. 70 TeilnehmerInnen) an. Damit wollen wir auf die mangelnden kulturellen Freiräume in Thun hinweisen und fordern ein alternatives, selbstverwaltetes Kulturzentrum in Thun.Kultur in die eigenen Hände nehmen – Aufraffen, Freiräume schaffen. Für eine vielfältige, kulturelle und farbige StadtKollektiv A-Perron |
Wochenrückblick
Am Freitag den 14.10.2011 besetzten wir ein Gebäude des ehemaligen Emmi-Areals in Thun. Dort führten wir während einer Woche verschiedene kulturelle Veranstaltungen durch, unter anderem Feste mit Konzerten und Dj’s, Workshops und Vorträge. Die Anlässe waren sehr gut besucht, auch gab es viele Leute welche sich spontan einbrachten um eigene Ideen zu realisieren.
Während der ganzen Woche versuchten wir mit der Eigentümerschaft Credit Suisse und der Stadt auf einen Konsens zu kommen, um eine Zwischennutzung zu ermöglichen. Die Eigentümerschaft zeigte sich leider überhaupt nicht gesprächsbereit und verhinderte somit die Weiterführung des Kulturzentrums A-Perron. Wir werden uns mit den etablierten Kulturveranstaltungen nicht zufrieden geben und den Kampf um ein selbstverwaltetes, unkommerzielles Kulturzentrum weiterführen!
Kultur in die eigenen Hände nehmen – Aufraffen, Freiräume schaffen.
Auf eine vielfältige, kulturelle und farbige Stadt!!!
http://a-g-o.ch.vu/























