Medien

In den letzten Tagen gab es einige Reaktionen mit Bezug zum A-Perron. Hier eine Auswahl:

Thuner Tagblatt:

18.10.2011 – Sagt die CS Ja zu kulturellen Nutzung?

20.10.2011 – Hausbesetzungen in Thun häufen sich

20.10.2011 – Credit Suisse verlangt von Hausbesetzern die Räumung

SP Thun:

19.10.2011 – SP Thun hat Verständnis für die Emmi-Areal-BesetzerInnen

junge grüne thun

21.10.2011 - http://www.jungegruene.ch/home/junge-grne-begrssen-kulturelle-nutz

20 Minuten online:

Besetzer feiern im Emmi Areal (Link auf AGO)

Communique zur Hausbesetzung in Thun

Wir haben am Freitagabend 14.10 ein Gebäude des leerstehenden Emmiareals in Thun besetzt und wiederbelebt um ein Jugend- und Kulturzentrum zu schaffen. Die seit langem ungenutzte Liegenschaft soll Freiraum für Konzerte, Partys, Infoveranstaltungen, Workshops, Filmvorführungen und Ateliers bieten.

In der Freitagnacht haben ca. 150 Menschen auf zwei Floors zu Livebands und Djs getanzt. Im Erdgeschoss spielten zwei Punkbands, anschliessend eine Reggaeband. Auf dem Hiphopfloor wurde die ganze Nacht aufgelegt und gerappt.

Am Samstagabend gab es eine Filmvorführung und leckere vegane Volksküche. Bis in die frühen Morgenstunden legten diverse Drum n Bass und Goa DJ’s auf. Viele Menschen solidarisierten sich spontan mit der Besetzung und waren begeistert. Über die Nacht verteilt feierten etwa 200 Leute ein ausgelassenes aber friedliches Fest.

Die zahlreichen BesucherInnen zeigten, dass das Bedürfnis nach alternativem Freiraum grösser denn je ist. Trotz bestehendem Wochenprogramm soll das Kulturzentrum A-Perron am Montag geräumt werden. Von Seiten der Eigentümer liegt vorerst kein Strafantrag vor. Dies beweist einmal mehr, dass die Stadt Thun jegliche selbstorganisierte Alternativen zum konsumorientierten Leben unterdrückt. Das Bedürfnis nach Freiraum besteht aber weiterhin und ist nach einem Wochenende niemals befriedigt.

Wir hoffen, dass wir das Haus welches erst im Jahr 2012 renoviert wird, zwischennutzen können. Die Gesprächsbereitschaft von unserer Seite besteht.

Auf zu einer vielfältigen, kulturellen und farbigen Stadt Thun.

Es grüsst das Kollektiv A-Perron.

Programm 14.10.-21.10.11

So vielfältig wie das A-Perron Kollektiv ist auch unser Programm. Von
Punk zu Reggae über Hip Hop zu Elektro, es ist für alle etwas dabei. Auch
während der Woche bleibt das Angebot abwechslungsreich. So führen
wir verschiedene Spielturniere, Filmabende und Workshops durch. Die
Musik bleibt dabei natürlich auch nicht auf der Strecke. An unserer Jam
Session kannst du dich selbst beteiligen. Also komm vorbei, wann immer
du Lust hast und nimm so die Kultur in deine eigenen Hände.

Freitag 14.10.11
Ab 22:00 Punk, Reggae, Hip Hop
Ab 02:00 diverse DJs

Samstag 15.10.11
Ab 11:00 Brunch
Ab 18:00 VoKü
Ab 19:00 Film “Was tun wenn´s brennt”
Ab 21:00 Drum´n´Bass und Goa

Sonntag 16.10.11
Ab 11:00 Brunch
Ab 18:00 VoKü
Ab 19:00 Chill-out Abend mit DJ Lumpähung

Montag 17.10.11
Ab 18:00 Streetart Workshop
Ab 20:00 VoKü
Ab 21:00 Film “Aufstand der Würde”

Dienstag 18.10.11
Ab 18:00 Kubb Turnier
Ab 20:00 VoKü
Ab 21:00 Spielabend mit MUUUNCKIN, Tichu,
Knorzä, Schach etc.

Mittwoch 19.10.11
Ab 18:00 Ping Pong Turnier
Ab 20:00 VoKü
Ab 21:00 Vortrag ” Gentrification”

Donnerstag 20.10.11

Ab 18:00 Instrumenten Workshop
Ab 20:00 VoKü
Ab 21:00 Jam Session, Open Mic

Freitag 21.10.11
BAD TASTE PARTY

Nächster Halt A-Perron!

Es herrschen kalte Zeiten in Thun
Mit dieser Aktion richten wir den Zeigefinger auf eine Stadtregierung,
die den Freiraum der Jugend immer stärker einschränkt. Es wird eine
Politik verfolgt, die einzig darauf abzielt, störende Objekte zu
vertreiben oder zu verbieten. Das profitorientierte Denken und das
Handeln der Stadtregierung begünstigt nur den reichen
Steuerzahlenden, während der Bürger, der nicht mithalten kann, das
Nachsehen hat. Mit der Schliessung des Selveareals und der
bevorstehenden endgültigen Schliessung des Rocks, zeigt die Regierung,
dass sie nur an sich und an die goldenen Etagen denkt. Sie unterstützt
die etablierte Kultur mit 24 Mio. Fr. (Prost KKT!!), während der Jugend
immer mehr die Alternativen genommen werden.

“Ausgang in Thun” ist zum Unwort verkommen. Wir wollen dem ein Ende
setzen. Wir haben keine Lust auf der Strasse unseren Ausgang
zelebrieren zu müssen, nur weil die Getränke viel zu teuer sind und
keine geeigneten Lokale vorhanden sind. Das oft sehr schikanöse und
repressive Vorgehen der Ordnungsmacht zerstört unser Vertrauen in die
Stadt weiter. Dabei wird vergessen, dass auch die Jugend ein Teil der
dieser ist. Zudem ist es traurig zu sehen, wie das einst schöne Stadtbild
immer mehr von kaltem Beton und Konsumtempeln dominiert wird.

Eine Stadt mit Zukunft baut auch auf zukünftige Generationen. Da der
Thuner Politfilz die Stadt aber lieber aussterben lässt, versuchen wir
ihr wieder Leben einzuhauchen. Erreichen wollen wir das, indem wir ein
Jugend und Kulturzentrum namens “A-Perron” eröffnen, welches eine
Alternative zum Thuner Ausgang bieten soll. Doch das ist längst nicht
alles. Wie das nachfolgende Programm beweist, wollen wir auch viele
kulturelle Anlässe durchführen. Zeigt dass auch ihr den Wunsch nach
mehr Freiraum habt und erscheint zahlreich!

In dem Sinne: AUF AUF JUGEND!!!! Nächster Halt A-Perron!!!!